The European Forum of Psychomotricity

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Das Europäische Forum für Psychomotorik

Geschichte

Das Konzept der Psychomotorik existiert seit den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts. In den frühen 40er-Jahren wurden die ersten Ausbildungen im Bereich der Psychomotorik eingerichtet. Über die Jahre entwickelten sich in unterschiedlichen Ländern parallel zueinander unterschiedliche Formen der Psychomotorik. Vorerst gab es nicht viel Kontakt zwischen den einzelnen Ländern. Die Ähnlichkeiten der Konzepte müssen also im Licht einer gemeinsamen kulturellen Geschichte verstanden werden.

Einige Länder schauen schon auf eine lange psychomotorische Tradition zurück – andere Länder begannen sich erst vor ca 10 Jahren mit der Psychomotorik zu beschäftigen.

Die europäischen Vereinigungen, die die Psychomotorik repräsentieren hatten über die Jahre nur lose Kotakte. Eine intensivere Zusammenarbeit existierte noch nicht.
Doch 1994 entschieden sie, diese Kontakte zu intensivieren, auch wenn das Niveau auf der Ebene der Ausbildung und des Berufes noch viel unterschiedlicher war als es heute ist.

So wurde im Mai 1995 der erste Schritt unternommen: 15 Länder schickten Delegierte nach Marburg in Deutschland.
Schließlich – viele Diskussionen später – wurde im September 1996 ein Europäisches Forum für Psychomotorik – das EFP – gegründet. Gründungspräsident war Dr. Tilo Irmischer.
Die Gründungsvereinbarung wurde im Rahmen des ersten Europäischen Kongresses für Psychomotorik in Marburg unterzeichnet. 15 Länder beteiligen sich seitdem an dieser „Idee für Europa“.

Präambel

Auf Grund eines holistischen Menschenbildes, das von einer Einheit von Körper, Seele und Geist ausgeht, beschreibt der Begriff PSYCHOMOTORIK die Wechselwirkung von Kognition, Emotion und Bewegung und deren Bedeutung für die Entwicklung der Handlungskompetenz des Individuums im psychosozialen Kontext.

Psychomotoriker/innen arbeiten in den verschiedenen europäischen Ländern in unterschiedlichsten Tätigkeitsfeldern: Gesundheit, Prävention, Re-edukation, Rehabilitation, Ausbildung und Wissenschaft und Forschung. Sie arbeiten mit allen Alters- und Bevölkerungsgruppen.

Ziele und Aufgaben

Das EFP arbeitet für die Verbreitung der Psychomotorik in allen europäischen Ländern und um die Kooperation zwischen der PsychomotorikerInnen zu verbessern. Das geschieht auf verschiedenen Ebenen: Austausch von Studierenden, Lehrern, Professionelle und Wissenschaftern.
Es ist sehr wichtig, von den Erfahrungen der anderen Ländern zu profitieren und zusammen zu arbeiten, um die Wichtigkeit der psychomotorischen Arbeit zu beweisen.

Wir haben folgende Aufgaben:

Öffnung für die Ideen anderer Länder ohne die eigene Identität zu verlieren.
Kenntnis der Psychomotorik der anderen VertreterInnen.
Entwicklung des psychomotorischen Profils durch das Herausarbeiten von Besonderheiten.
Suche nach gemeinsamen Interessen, die weiterentwickelt werden müssen, um sie schließlich der EU zu präsentieren.


Ein weiteres Ziel des EFP ist die Unterstützung jener Länder, in denen die Psychomotorik noch nicht ausreichend etabliert ist.
Darüber hinaus will das EFP eine wichtige politische Rolle spielen und in Zukunft als Expertengruppe in Sachen Psychomotorik von der EU anerkannt werden.

Organe

Das EFP ist eine demokratische Organisation.
Jährlich wird eine Mitgliederversammlung abgehalten. Mitglieder im EFP sind Länder, die je einen Delegierten in die Mitgliederversammlung entsenden. Die Mitgliederversammlung ist das oberste Entscheidungsorgan des EFP.

Zwischen den jährlichen Mitgliederversammlungen arbeitet das Präsidium, das aus 5 Personen besteht, zur Umsetzung der Beschlüsse der Mitgliderversammlung.

Mitgliederversammlung

Die Mitgliederversammlung ist das höchste Organ des “Europäischen Forums für Psychomotorik”. Seine Beschlüsse sind für alle Organe und Mitglieder bindend. Sie setzt sich zusammen aus ordentlichen, außerordentlichen und assoziierten Mitgliedern.
Vorsitzender der Mitgliederversammlung ist der Präsident oder einer der beiden Vizepräsidenten.

Aufgaben der Mitgliederversammlung sind:
Wahl der Mitglieder des Präsidiums,
Entgegennahme der Geschäfts-, Kassen- und Revisionsberichte des “Europäischen Forums für Psychomotorik” und seiner Beteiligungen,
Entlastung des Präsidiums,
Verabschiedung der jährlichen Haushaltsplanung,
Beschlußfassung über die Geschäfts- und Finanzordnung,
Wahl der Revisoren,
Festlegung der Mitgliedsbeiträge
Bildung der ständigen Ausschüsse und Bestätigung der Leiter der Ausschüsse,
Beschlußfassung über die verbandspolitischen und wirtschaftlichen Leitlinien,
Satzungsänderung und Behandlung von Anträgen.

Präsidium

Das Präsidium setzt sich aus fünf gewählten Repräsentanten der Mitgliederversammlung zusammen. Dies sind der Präsident, zwei Vizepräsidenten, der Schatzmeister und der Schriftführer. Der Präsident und die Vizepräsidenten müssen ordentliche Mitglieder sein. Mindestens drei Mitglieder des Präsidiums müssen ein Land mit einer staatlich anerkannten Berufsausbildung im psychomotorischen Arbeitsfeld vertreten.

Der Präsident und die zwei Vizepräsidenten vertreten das Präsidium rechtlich. Zeichnungsberechtigt ist der Präsidenten in Verbindung mit einem Vizepräsidenten. Im Falle der Verhinderung, die im Einzelfall nicht nachgewiesen zu werden braucht, tritt an die Stelle des Präsidenten einer der Vizepräsidenten.

Das Präsidium hat die Aufgabe, über alle Angelegenheiten des “Europäischen Forums für Psychomotorik” zu beschließen, soweit nicht die Mitgliederversammlung zuständig ist.

Zu den Aufgaben des Präsidiums gehören insbesondere:
Interessensvertretung des Forums
Öffentlichkeitsarbeit
Erstellung der Haushalte
Geschäftsführung
Einrichtung einer Geschäftsstelle
Einstellung hauptamtlicher Mitarbeiter und Regelung von Personalangelegenheiten
Berufung von ad hoc Ausschüssen
Einberufung der Mitgliederversammlung und Erstellung der Tagesordnung

Ausschüsse

Um den Aufgaben des “Europäischen Forums für Psychomotorik” gerecht zu werden, werden Ausschüsse eingesetzt. Bei der Besetzung soll auf eine fachliche und nationale Ausgewogenheit und Interessenswahrung der Berufsverbände geachtet werden.

Als ständige Ausschüsse werden von der Mitgliederversammlung gebildet:
der Ausschuß ,,Aus- und Weiterbildung”,
der Ausschuß ,,Wissenschaft und Forschung”,
der Ausschuß ,,Berufe”

Weitere ständige Ausschüsse können nach Bedarf berufen werden. Ad hoc- Ausschüsse können vom Präsidium berufen werden.
Die Mitglieder der Ausschüsse wählen aus deren Mitte den Vorsitzenden. Die Wahlen werden mit der Bestätigung durch die Mitgliederversammlung wirksam.

Die Aufgaben der Ausschüsse sind insbesondere Beratung und Erarbeitung von Vorlagen für das Präsidium und/oder für die Mitgliederversammlung. Die Ausschüsse haben kein Recht der Entscheidung.

Bereits etablierte Initiativen

Kongresse
Studentenakademie
Weiterbildungsseminare
 
     
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